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Tuesday, 15. March 2011 14:00 Uhr Alter: 1
Kategorie: Gedanken & Berichte, br-systemberatung Blog, Systemische Beratung
Von: Andrea Führer

Sichere Bindung ? zufriedene Paare?

Masterarbeit Uni Bochum | Termin 8.4.2011


Der amerikanische Wissenschaftler John Bowlby ging bereits 1969 davon aus, dass Menschen ein grundlegendes Bedürfnis angeboren ist, enge zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Das Bedürfnis nach Bindung bleibt uns über die gesamte Lebensspanne hinweg erhalten und wird im Erwachsenenalter auf den Partner übertragen. Man kann verschiedene Kategorien der Bindung zwischen Partnern benennen, die ihrerseits mit verschiedenen Qualitäten der Beziehungszufriedenheit verbunden sind: sichere, ängstlich/ambivalente und vermeidende Bindung. Die Art der Bindung bestimmt wiederum unser Bindungsverhalten, beispielsweise unser Verhalten in Konfliktsituationen. 

Die Wissenschaft geht davon aus, dass wir über ein sogenanntes Bindungssystem verfügen, das bei einer wahrgenommenen Bedrohung für unsere Beziehung aktiviert wird, wobei eine Bedrohung etwa eine harsche Bemerkung unseres Partners an uns sein kann. Je nach Art der Bindung an unseren Partner kann diese Aktivierung sich in verschiedenen Verhaltensweisen äußern. Die Aktivierung des Bindungssystems sicher gebundener Personen zieht eher positive, beruhigende Verhaltensweisen nach sich, die sich letztendlich in einer stabilen und zufriedenstellenden Partnerschaft äußern. Unsicher gebundene Menschen verhalten sich dahingehend anders. Ist man seinem Partner und der Beziehung gegenüber eher ängstlich eingestellt, ist die Folge einer solchen Bedrohung möglicherweise, dass man beginnt über das Geschehene nachzugrübeln und sich über Stunden fragt, womit man den Kommentar des Partners verursacht hat. Personen die vermeidend gebunden sind, werden sich vielleicht von ihrem Partner zurück ziehen, so dass auf lange Sicht die Qualität der Partnerschaft leidet. Der Zusammenhang zwischen (sicherer) Bindung im Erwachsenenalter und (hoher) Beziehungszufriedenheit ist robust und durch die psychologische Forschung gut belegt. 

Da aber nicht jeder, der eher unsicher an seinen Partner gebunden ist, auch in seiner Beziehung unzufrieden ist, oder diese als instabil empfindet, muss es andere Wirkmechanismen geben, die einen Einfluss auf den Erfolg unserer Partnerschaft haben können. 

Die psychologische Forschung bearbeitet in diesem Bereich ein weites Feld möglicher Einflüsse, dem ich mich mit meiner Abschlussarbeit anschließen möchte. Wenn Sie mich dabei unterstützen möchten, bitte ich Sie, den zu meiner Masterarbeit gehörenden Fragebogen, welchen Sie unter http://www.unipark.de/uc/bo_uni_sozialpsychologie/d38f/ finden, auszufüllen. Ich biete Ihnen im Gegenzug an, Ihnen nach Abschluss meiner Arbeit ? vermutlich Ende September diesen Jahres ? auf Basis der von Ihnen gemachten Angaben ein persönliches, beschreibendes Profil und/oder eine Zusammenfassung der Gesamtergebnisse meiner Arbeit per Email zuzusenden. Ihre Email-Adresse können Sie am Ende des Fragebogens hinterlassen. 

Vielen Dank,

Andrea Führer


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