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Monatsarchiv für Juni 2009

Jun 03 2009

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B. Rapp

“Erwachsen auf Probe”

RTL darf seine umstrittene Sendung “Erwachsen auf Probe” zeigen. Das Kölner Verwaltungsgericht lehnte eine Verbotsklage ab. Das deutsche Familiennetzwerk hatte eine einstweilige Anordnung beantragt. Die Richter glauben jedoch, dass sie den Kindern jetzt sowieso nicht mehr helfen können. (Welt-Online)

Hier wird Mitmenschlichkeit und Menschenwürde mit den Füßen getreten. Wie kann es sein, dass das Grundgesetz nicht rechtzeitig gegriffen hat, greifen konnte?

Wie beschämend, dass das Engagement um eine gesunde Entwicklung unserer Kinder wieder so in’s Leere laufen musste.
Wie beschämend, dass die Sensationslust nun auch mit “Menschenversuchen” befriedigt werden muss. Siehe auch!

Ich wünsche mir, dass keiner diese Sendung einschaltet um sich am Missbrauch dieser Kinder zu ergötzen oder betroffen zu zeigen.

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Jun 02 2009

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E. Bohrisch

Tradition und Innovation | Lernende Systeme

Abgelegt unter Beratung, Coaching, Grundlagen

Wachsen und Überleben von Paaren, Familien und Betrieben hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich auf Veränderungen in einer sich ständig wandelnden Umwelt einzustellen, zu lernen.
Darunter verstehe ich einerseits die Optimierung von Bewährtem, andererseits das Loslassen von nicht mehr sinnvollen Gewohnheiten und die experimentelle Suche nach Neuem.

Tradition und Innovation gehören zusammen.

Soziale Systeme können lernen, wenn sie ihr gemeinsames Wissen, ihre Erfahrung pflegen, Vertrauen und Fehlerfreundlichkeit hochhalten und Lust am Risiko wertschätzen.

  • Wissensmanagement
    Das individuelle und kollektive Wissen, der Erfahrungsschatz des Systems werden geachtet und gepflegt. Es herrscht eine Erinnerungs- und Erzähl-Kultur, „Womit hatten wir bisher gute Erfahrungen?“ „Wer von uns weiß wie es geht?“ Erfahrungen werden bewahrt, auch wenn ihr Nutzen nicht klar ist. „Wir wissen zwar nicht ob man das brauchen kann, heben es aber mal auf!“
  • Vertrauen und Fehlerfreundlichkeit
    Nur wenn in Systemen ein gutes Maß an gegenseitigem Vertrauen herrscht, sind Lernen, Optimierung und Innovation möglich. Irrtümer und Fehler dürfen nicht zum Ausschluss, zu Sanktionen führen. Belohnt werden hingegen Offenheit und die Bereitschaft, Verläufe und Aktionen zu hinterfragen und immer neu zu evaluieren. Grob fahrlässige und böswillige Fehler sind hier natürlich nicht gemeint! Der „dumme“, der fahrlässige Fehler sollte hingegen mit der Suche nach Fehlervermeidungsstrategien beantwortet werden.
  • Neugierde und Lust am Experiment, am Risiko
    sind der dritte Bereich, der mir wichtig ist. Eine Paarbeziehung ohne Überrraschungen, ohne Experimente stirbt. Ein Betrieb, der Herrausforderungen vermeidet, stirbt auch. Dazu gehört aber eine Haltung der Unangepasstheit, der Neugierde und des sich Wunderns. „Das ist mir zu kompliziert, ich versuch es mal anders!“ “Es muss doch auch anders gehen, versuchen wir’s mal!“ „ Ups, was hab ich denn da gemacht? Das geht ja, könnte ich wiederholen!“

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