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Archiv für das Tag 'Kindesrecht'

Jun 03 2009

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B. Rapp

“Erwachsen auf Probe”

RTL darf seine umstrittene Sendung “Erwachsen auf Probe” zeigen. Das Kölner Verwaltungsgericht lehnte eine Verbotsklage ab. Das deutsche Familiennetzwerk hatte eine einstweilige Anordnung beantragt. Die Richter glauben jedoch, dass sie den Kindern jetzt sowieso nicht mehr helfen können. (Welt-Online)

Hier wird Mitmenschlichkeit und Menschenwürde mit den Füßen getreten. Wie kann es sein, dass das Grundgesetz nicht rechtzeitig gegriffen hat, greifen konnte?

Wie beschämend, dass das Engagement um eine gesunde Entwicklung unserer Kinder wieder so in’s Leere laufen musste.
Wie beschämend, dass die Sensationslust nun auch mit “Menschenversuchen” befriedigt werden muss. Siehe auch!

Ich wünsche mir, dass keiner diese Sendung einschaltet um sich am Missbrauch dieser Kinder zu ergötzen oder betroffen zu zeigen.

Wie geht es Ihnen mit dieser Nachricht?

2 Kommentare

Jul 01 2008

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E. Bohrisch

Natalität-Philosophie der Geburt | Ludger Lütkehaus

Lütkehaus entwickelt hier, vornehmlich in der Auseinandersetzung mit Hanna Ahrendt seine Philosophie der Gebürtlichkeit.
In Abgrenzung zur christlich-abendländischen Tradition, den Menschen auf den Tod hin zu verstehen und das Leben als Geschenk des Schöpfers oder der Erzeuger, für das man dankbar sein muss, zu beschreiben, spricht er vielmehr von der Geburt als dem „unerbetenen Geschenk“.
Die Konsequenz aus diesem Wechsel der Perspektive, die mich in meiner Arbeit mit Familien 
am stärksten interessiert, ist der Wechsel vom Elternrecht, das sich von Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens herleitet, zum Kinderrecht, das Schöpfer und Erzeuger verantwortlich für das Leben und das Wohlergehen der ungefragt Geborenen macht.
Versuche, in der Familiengesetzgebung das traditionelle Elternrecht konsequent durch Kindesrecht zu ersetzen, sind bisher nicht wirklich erfolgreich gewesen. 
Ich wünsche mir, dass unser Familienrecht in Richtung Kinderrecht weiterentwickelt wird.
Das Buch ist sehr anregend. Es lädt zur Auseinandersetzung mit der eigenen Einstellung zu Geburt und Tod, zu Schöpfern, Eltern, und den eigenen Kindern ein. Auch für philosophische Laien ist es gut verständlich geschrieben. Sehr zu empfehlen.

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